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Monats-Archiv für Juli 2007

Hilfreiche Bewässerungssysteme für den Balkon

Wer möchte schon täglich Gießkannen schleppen, um Kübel und Kästen mit Wasser zu versorgen? Praktisch sind Bewässerungssysteme, mit denen Sie die Blütenpracht auch an heißen Sommertagen erhalten können. Balkonkästen mit einem Wasservorrat, mit dem sich die Pflanzen über mehrere Tage selbst versorgen, sind schon hilfreich. Töpfe jedoch verlangen mehr Aufmerksamkeit.

Gardena TröpfchenbewässerungTröpfchenbewässerungen dosieren genau

Tröpfchenbewässerungen geben das Wasser fein dosiert, sparsam und effektvoll Tropfen für Tropfen ab. Sie haben sich im Balkon- und Terrassenbereich sehr gut bewährt und lassen sich von Pflanze zu Pflanze oder in Balkonkästen individuell einstellen. Das kostbare Naß kommt den Wurzeln optimal zu Gute, Verdunstungsverluste sind minimal und die Pflanzen bleiben trocken, was den Pilzbefall stark einschränkt. Systeme wie Blumat oder die Gardena-Urlaubsbewässerung kommen mit einem Vorratsbehälter aus und entnehmen das Wasser daraus. Viel mehr kann man mit solchen Systemen anfangen, wenn sie an eine Wasserleitung angeschlossen sind. Alle Balkon- und Terrassensysteme reduzieren den Leitungsdruck zuverlässig durch einen einfachen Mechanismus auf ca. 1 bar, einen risikolosen Wert, bei dem nichts passieren kann. Der feste Leitungsanschluß ist daher bequem und vorteilhaft. Dann lassen sich per Computer (auch mit Solarenergie) vorgegebene Zeiten einstellen, auch Mengen dosieren. Ganz individuell nach Bedarf der einzelnen Pflanzen (Tomaten brauchen viel mehr Wasser als Geranien) steuern sich Systeme mit einem Tonzylinder (Tropf-Blumat). Der Zylinder fühlt nach dem Prinzip der Wurzel, wie trocken die Erde ist und öffnet bei Bedarf einen dünnen Schlauch. Bei Sättigung quillt der Ton und drückt das Röhrchen zu – ein simples, aber wirkungsvolles Prinzip, das sich tausendfach bewährt hat.

Foto: Gardena

Blumat-TröpfchenbewässerungRechtzeitig vor dem Urlaub einstellen

Kontrollieren Sie rechtzeitig vor dem Urlaub, ob die Automatik richtig eingestellt ist. Das heißt, das Substrat darf weder zu feucht noch zu trocken sein. Im Laufe des Sommers sollte auch den Feuchtefühlern Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wenn sie austrocknen, funktionieren sie nicht mehr richtig, sie müssen sich erneut im Wasser (oder im Wassereimer) vollsaugen.

Tröpfchenbewässerung benötigt ein wenig technisches Verständnis. Lassen Sie sich daher beim Kauf von unseren Mitarbeitern genau beraten, wie Sie die Bewässerung handhaben. So können Sie beruhigt in den Urlaub fahren.

Foto: Stein


Lilien – duftende Schönheiten

Schon bei der Einführung der kirschrosa gesprenkelten Prachtlilie (Lilium speciosum rubrum) aus Japan durch den Würzburger Arzt und Botaniker Siebold (1830) waren die Schönheiten aus fernöstlichen Ländern eine echte Sensation. In der Londoner Society wurden 1862 die ersten blühenden Exemplare der grossblütigen Goldbandlilie (Lilium auratum) oder 1903 der Königslilie (Lilium regale) begeistert gefeiert. Doch nicht nur die Attraktivität der herrlichen Blütenfarben sondern auch ihr wunderbar süßer Duft ist bis heute entscheidend für den Lilien-Enthusiasmus. Allerdings duften längst nicht alle Lilien.

Kiepenkerl Sorte StargazerFündig wird man bei den prächtigen Orient-Hybriden (Lilium-Auratum-Hybriden), einer Klasse, an der neben der Goldbandlilie (L. auratum) auch die Prachtlilie (L. speciosum) beteiligt sind. Standardsorten wie die dunkelkirschrote ‘Star Gazer’, ‘Mediterranea’ (dunkelrosa), ‘Sierra Nevada’(weiß mit Gelb) oder die zartrosa ‘Muscadet’ zeichnen sich aus durch robustes Wachstum, Duft und sehr große Blüten. Wahre Duftschleudern sind auch die trichterförmige weiße Madonnenlilie (L. candidum) mit Blüte im Juni-Juli zur Rosenzeit und die weiß-gelbe Königslilie (L. regale) aus China. Beide sind bewährte und schöne Bauerngartenblumen.

Mit langen Blütenschlünden, kräftigem Wuchs (150 cm) und starkem Duft warten die Trompeten- oder Trichterlilien auf. Ursprünglich aus China, blühen Sorten wie ‘African Queen’ (orangegelb) oder ‘Pink Perfection’ (dunkelrosa) gleich büschelweise. Während diese Lilienklasse unbedingt Halt durch hohe Stöcke braucht, kommen die nur 80 cm hohen, standfesten, meist weißen Longiflorum-Hybriden ohne Stützen aus. Im Freiland blühen sie im August. Den Abschluß im Gartenjahr (August bis Oktober) bringen die japanischen Prachtlilien (L. speciosum rubrum). Bis zu 20 zartrosa Blüten mit dunkelrosa Flecken gruppieren sich an einem drahtigen, 60-80 cm hohen Stiel. Ihr Duft ist zart, angenehm süß und nicht aufdringlich. Deshalb wird sie gerne auch in Töpfen kultiviert.

Auf den richtigen Standort kommt es an

Pflanzen Sie Lilien in Gruppen (Abstand ca. 30 cm), niemals einzeln, denn das Single-Dasein bekommt ihnen nicht. Die meisten Sorten ziehen sandig-anlehmige Böden und Waldrandbedingungen, also viel Humus und Halbschatten, vor. Eine gute Handvoll Hornspäne oder organischen Dünger im Frühjahr gestreut und eingearbeitet genügt den Pflanzen als Nahrung. Auf schweren Böden sollten Sie für guten Wasserabzug sorgen, denn bei stauender Nässe faulen Wurzeln und Zwiebeln leicht. Pflanzen Sie deshalb auf kleine Hügel und betten Sie die schuppigen Zwiebeln 12-20 cm tief in eine Schicht aus lockerer Erde, Kompost oder käuflichem Humus und Sand. Pflanzzeit ist das zeitige Frühjahr, auch im späten Herbst kann man die durch Austrocknen gefährdeten Zwiebeln in den Boden bringen. Nur die weiße Madonnenlilie wird schon gleich nach ihrer Blüte im August gepflanzt und 1 cm hoch bedeckt. Noch vor dem Winter treibt diese Art frostharte Blätter. Alle anderen Lilien brauchen etwas Winterschutz (Laub, Reisig) und bringen erst im Frühling ihre glänzend grünen, saftigen Blätter hervor.

Lilien kann man in unseren Gartencentern bereits blühend in Töpfen kaufen oder ab August Lilienzwiebeln zum Pflanzen. Wer den Duft gern hautnah erleben möchte, pflanzt die fleischigen Zwiebeln zu 3 oder 5 Stück in Töpfe und bringt das Arrangement in die sommerliche Wohnung oder auf die Terrasse, um sich an den tropischen Aromen zu erfreuen.Kiepenkerl Bunte Lilienmischung