Christrosen und Gartenalpenveilchen
Für viele Pflanzenfreunde dauert das Gartenjahr von März bis Oktober – vier von zwölf Monaten finden gar nicht statt. Aber gerade in den trüben Wintermonaten erhellen bunte Farbtupfer das Gemüt und erfreuen das Auge. Wer Blühendes für die kalte Jahreszeit sucht, hat zwar nicht so viel Auswahl wie bei Sommerblumen, wird aber dennoch fündig.
Zum Beispiel bei der Christrose – hier verrät bereits der Name, wann sie blüht. Sie entfaltet ihre Blüten – in weiß, rosa oder violett, entweder einfarbig oder mit gesprenkelten Blütenblättern – im Dezember und behält sie bis in den März. Die Standardform der weißen Christrose ist ein niedriges Gewächs, sie wird nur rund 20 Zentimeter hoch. Wer eine größere Pflanze sucht, kann auf Hybride zurückgreifen, die eine Höhe von einem halben Meter und mehr erreichen können.
Die ideale Pflanzzeit für Christrosen beginnt jetzt. Sie kann aber den ganzen Herbst und Winter über gepflanzt werden, da ihre Wurzeln während der kalten Monate am stärksten wachsen. Am besten gedeihen die Pflanzen, wenn die Erde mit Kompost und kalkhaltigem Dünger vermischt wird. Ein halbschattiger und leicht feuchter Standort, zum Beispiel am Rand von Gehölzen, ist ideal für die Winterblüher. Abgesehen von diesen Voraussetzungen sind Christrosen vergleichsweise anspruchslos und können ein hohes Alter erreichen – bis zu 20 Jahre gedeihen manche der Gewächse
Eine andere Blume für den winterlichen Garten kennen viele Pflanzenfreunde von der Fensterbank: das Alpenveilchen. Sie gibt es auch als frostharte Züchtungen, die in vielen Schattierungen von weiß über rosa und rot bis hin zu lila blühen. Besonders attraktiv sind Sorten mit fransigen Blütenblättern. Alpenveilchen gedeihen an vielen Standorten: Im Schatten oder Halbschatten, in Schalen und Kästen oder im Beet. Wichtig ist nur, die Alpenveilchen in hochwertige, nährstoffreiche Blumenerde zu pflanzen.
Die Blütezeit der Gartenalpenveilchen beginnt bereits im Juni, dauert aber bis in den November an. Leichter Frost kann ihnen nichts anhaben. Wenn es ihnen zu kalt wird, lassen sie Blätter und Blüten hängen – das ist aber kein Alarmsignal. Wenn es wärmer wird, richtet sich die Pflanze wieder auf. Bei schärferem Frost stirbt der oberirdische Pflanzenteil ab, die Knolle überwintert im Boden.
Allerdings können die Pflanzen während einer langen Frostperiode vertrocknen, da dann sämtliche Feuchtigkeit in den oberen Erdschichten gefroren ist und die Alpenveilchen kein Wasser mehr aufnehmen können. Deshalb sollten sie regelmäßig gegossen werden. Nährstoffe liefert Flüssigdünger, der etwa alle zwei Wochen gegeben werden sollte. Aber nur bis in November, danach ist keine Düngung mehr nötig. Die Pflanze hat genügend Nährstoffe gespeichert, um die Winterruhe zu überstehen – im nächsten Frühjahr wird sie wieder neue Triebe entwickeln.




