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Monats-Archiv für Februar 2008

23.02. Kühle Schönheiten – Kamelien erleben (10:00 – 16:00 Uhr)

23. Februar 2008
10:00bis16:00

Tipps und Tricks von Experten der deutschen Kameliengesellschaft

Kamelienschau 2008 Kamelienschau 2008 Kamelienschau 2008

Viele schöne winterharte Kameliensorten und fachkundige
Beratung erwarten Sie.

Lesen Sie auch unseren Gartentipp zu den Kamelien.


Elegante Schönheiten fachkundig pflegen

Maik LissekJetzt beginnt die Blütezeit der Kamelien

In vergangenen Jahrhunderten wurde sie an Königshöfen und in den Schlossgärten des Adels gezüchtet, und auch heute noch umweht sie ein Hauch von Eleganz und Klasse: die Kamelie. Auch in ostwestfälischen Gärten entfalten sie ihren Charme – wenn man einige wenige Regeln beachtet.Der Standort der Kamelie ist entscheidend

Trotz der Schönheit der Kamelie ist ihr Ruf nicht der beste. Sie gelten als die Zicke unter den Zierpflanzen. Aber dieses Vorurteil stimmt nicht. Viele Probleme lassen sich vermeiden, wenn der Standort mit Bedacht gewählt wird. Kamelien gedeihen zwar auch im Haus, aber sie vertragen keine Wohnzimmertemperaturen und keine trockene Heizungsluft. Wer Kamelien in den eigenen vier Wänden ziehen will, sollte einen ungeheizten Wintergarten besitzen. Nur der bietet die richtigen Temperaturen und genügend Licht. Genauso wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 Prozent.

Besser aufgehoben sind Kamelien an einem geschützten Standort im Garten. Am Gehölzrand, unter hohen Bäumen oder im Innenhof gibt es die richtige Balance aus Licht und Schatten. Außerdem sind die Kamelien dort am besten vor strengem Frost geschützt. Die Pflanzen brauchen einen sauren, durchlässigen und humusreichen Boden. Spezielle Kamelienerde liefert optimale Bedingungen. Nach dem Auspflanzen sollten die Kamelien mit einer etwa 20 Zentimeter hohen Mulchschicht abgedeckt werden.

Wer seine Kamelie richtig pflegt, wird mit eindrucksvollen Blüten belohntBeim Kauf von Kamelien für den Garten ist wichtig, auf frostharte Hybridsorten zu achten. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Züchtungen, die einen mitteleuropäischen Winter klaglos überstehen. An einem geschützten Standort und mit ausreichend Schutz, zum Beispiel einer dicken Lage Rindenmulch, vertragen sie bis zu ‑20 °C. Dabei sind Kamelien im Beet besser geschützt als im Topf, denn während eine Beetpflanze nur Frost von der Erdoberfläche droht, greifen die Minusgrade eine Topfpflanze von allen Seiten an.

Vor der winterlichen Sonne bei Frost sollte die Kamelie geschützt werdenVor allem während der Wachstumsphase brauchen Kamelien reichlich Nahrung. Die Erde im Beet oder Topf sollte stets gleichmäßig feucht gehalten werden. Alle 14 Tage empfiehlt sich eine Düngung mit flüssigem Azaleen- oder Kameliendünger.

Eine solche Pflege danken Kamelien mit großen, leuchtend bunten Blüten – und das bereits jetzt im zeitigen Frühjahr. Ihre Formen und Farbenvielfalt werden nur von wenigen anderen Blühpflanzen erreicht. Experten unterscheiden rund 30.000 verschiedene Züchtungen – fast so viele, wie es unter den Rosen gibt. Und stolze Besitzer blühender Kamelien wissen, dass sie es auch an Charme und Eleganz mit der Königin der Blumen aufnehmen kann.