Gepflegte Gewächse sind gesünder und blühfreudiger
Im Garten tut sich wieder etwas – die ersten Zwiebelpflanzen und Ziersträucher blühen jetzt. Das ist das Startsignal für die Gartensaison, es gibt wieder einiges zu tun im grünen Wohnzimmer. Unter anderem ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Gartenschere anzusetzen.
Aktuell sind vor allem Sommerblüher Kandidaten für einen Schnitt. Wenn Hibiskus, Spierstrauch und Weigelie jetzt ausgelichtet und in Form gebracht werden, danken sie es im Sommer mit kräftigerem Wuchs und einer besonders großen Blütenpracht. Für einen solchen Schnitt ist jetzt die optimale Zeit, denn wenn noch kein Laub am Strauch ist, erkennt man am besten, wo man eingreifen sollte, und die Pflanze leidet weniger unter den unvermeidlichen Verletzungen.
Vor allem alte Zweige sollten herausgeschnitten werden, damit Platz entsteht für junge Triebe. Das schafft die Grundlage für viele Blüten, denn die sprießen bei den meisten Sträuchern aus frischem Holz. Außerdem macht eine solche Verjüngungskur die Pflanze widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.
Bei Forsythien, Flieder, Philadelphus und anderen Sträuchern, die jetzt im Frühjahr blühen, sollte mit dem Schnitt gewartet werden, bis sie verblüht sind. Dann können auch bei diesen Gewächsen alte Zweige entfernt werden. Dabei gilt: Keine Angst vor zu radikalen Schnitten – einen mehrjährigen Strauch bringt kräftiges Stutzen nicht um. Im Gegenteil: Wenn nur die Spitzen weggeschnitten werden, reagiert der Strauch mit einer Vielzahl von neuen Trieben im oberen Bereich. Unten wird die Pflanze dagegen kahl. Einem Strauch, der jahrelang nicht gepflegt wurde, hilft man sogar, wenn man ihn bis auf ein paar Handbreit über dem Boden zurückschneidet.
Grundsätzlich gilt: Nur mit hochwertigem und vor allem scharfen Werkzeug erzielt man ein optimales Ergebnis. Die Gartenschere sollte so gebaut sein, dass die Scherenblätter aneinander vorbei gleiten, damit das Holz an der Schnittstelle nicht gequetscht wird. Nach diesem Prinzip funktionieren zum Beispiel Rosenscheren. Bei dickeren Ästen sorgt eine Säge mit einem möglichst fein gezahnten Blatt für glatte Schnittränder. Solche sauberen Schnitte verheilen schneller.
