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Monats-Archiv für März 2008

Sträucher richtig schneiden

Gepflegte Gewächse sind gesünder und blühfreudiger

StrauchschnittIm Garten tut sich wieder etwas – die ersten Zwiebelpflanzen und Ziersträucher blühen jetzt. Das ist das Startsignal für die Gartensaison, es gibt wieder einiges zu tun im grünen Wohnzimmer. Unter anderem ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Gartenschere anzusetzen.

Aktuell sind vor allem Sommerblüher Kandidaten für einen Schnitt. Wenn Hibiskus, Spierstrauch und Weigelie jetzt ausgelichtet und in Form gebracht werden, danken sie es im Sommer mit kräftigerem Wuchs und einer besonders großen Blütenpracht. Für einen solchen Schnitt ist jetzt die optimale Zeit, denn wenn noch kein Laub am Strauch ist, erkennt man am besten, wo man eingreifen sollte, und die Pflanze leidet weniger unter den unvermeidlichen Verletzungen.

Vor allem alte Zweige sollten herausgeschnitten werden, damit Platz entsteht für junge Triebe. Das schafft die Grundlage für viele Blüten, denn die sprießen bei den meisten Sträuchern aus frischem Holz. Außerdem macht eine solche Verjüngungskur die Pflanze widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.

Bei Forsythien, Flieder, Philadelphus und anderen Sträuchern, die jetzt im Frühjahr blühen, sollte mit dem Schnitt gewartet werden, bis sie verblüht sind. Dann können auch bei diesen Gewächsen alte Zweige entfernt werden. Dabei gilt: Keine Angst vor zu radikalen Schnitten – einen mehrjährigen Strauch bringt kräftiges Stutzen nicht um. Im Gegenteil: Wenn nur die Spitzen weggeschnitten werden, reagiert der Strauch mit einer Vielzahl von neuen Trieben im oberen Bereich. Unten wird die Pflanze dagegen kahl. Einem Strauch, der jahrelang nicht gepflegt wurde, hilft man sogar, wenn man ihn bis auf ein paar Handbreit über dem Boden zurückschneidet.

Grundsätzlich gilt: Nur mit hochwertigem und vor allem scharfen Werkzeug erzielt man ein optimales Ergebnis. Die Gartenschere sollte so gebaut sein, dass die Scherenblätter aneinander vorbei gleiten, damit das Holz an der Schnittstelle nicht gequetscht wird. Nach diesem Prinzip funktionieren zum Beispiel Rosenscheren. Bei dickeren Ästen sorgt eine  Säge mit einem möglichst fein gezahnten Blatt für glatte Schnittränder. Solche sauberen Schnitte verheilen schneller.


Grüne Delikatessen

Frische Kräuter aus dem eigenen Garten

Ein gut gefülltes Kräuterregal gehört in die Küche jedes Hobbykochs. Schließlich geben erst Kräuter den mit Liebe zubereiteten Gerichten die richtige Würze – egal, ob es die Klassiker Petersilie und Schnittlauch sind, mediterrane Aromen von Oregano und Basilikum oder exotische Noten wie Zitronengras und Koriander. Am besten schmecken diese Kräuter, wenn sie frisch sind. Und frischer als aus dem eigenen Garten geht es nicht.

Thymian - Ein Kraut für den kräftigen GeschmackFür ein Kräuterbeet braucht es keinen großen Landhausgarten, wenige Quadratmeter reichen aus. Eine besonders Platz sparende Variante, die sich auch im Ziergarten gut macht, ist die Kräuterschnecke. Darin gedeiht eine Pflanzenauswahl, die selbst ambitionierte Hobbyköche zufriedenstellt. Solch ein Kräuterbeet im Kompaktformat lässt sich leicht selbst anlegen. Mutterboden und Natur- oder Ziegelsteine sind alles, was an Material gebraucht wird. Ein Kreis aus Steinen, der mit Erde gefüllt wird, bildet das Fundament der Kräuterschnecke. Die weiteren Steine werden in immer kleineren Spiralen verlegt, jede neue Etage wird mit Erde aufgefüllt. So entsteht nach und nach ein Hügel, der von der Steinschnecke in Form gehalten wird.

Neben dem geringen Platzbedarf und der ausgefallenen Optik bietet die Kräuterschnecke noch einen weiteren Vorteil gegenüber dem klassischen Beet: Durch ihre Hügelform bietet sie Platz in alle Himmelsrichtungen und damit für jede Kräuterart den richtigen Standort. Mediterrane Pflanzen lieben den Platz auf dem Gipfel, denn dort ist der Boden trockener als am Fuß und die Kräuter bekommen viel Sonne. Einheimische Gewächse sind dagegen am Fuß der Kräuterschnecke richtig aufgehoben, auch auf der Nordseite des Hügels.

Wer keinen eigenen Garten hat, muss deswegen nicht auf frische Kräuter verzichten. Auch auf dem Balkon und der Fensterbank gedeiht das schmackhafte Grün. Für die Fensterbank eignen sich Gewächse, die nicht zu tief wurzeln und nicht zu groß werden. Vor allem mediterrane Kräuter gedeihen dort gut. Diese Gewächse sollten Sie nur vorsichtig gießen und darauf achten, dass sich im Topf oder Kasten kein Wasser staut. Heimische Küchenkräuter wie Petersilie, und Schnittlauch sollten dagegen einen Platz im Halbschatten bekommen. Ihre Erde muss immer gut feucht gehalten werden, sonst lassen sie schnell die Blätter hängen.

Mit diesen wenigen Grundregeln sind fast alle Bedürfnisse der Gartenkräuter abgedeckt. Für mehrjährige Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, oder Thymian gilt allerdings noch eine weitere: Sie sollten regelmäßig geschnitten werden, damit sie nicht verholzen – denn die Blätter an den jungen Trieben schmecken am besten.