Willkommen in unserem Fan-Club!

Schön, dass Sie Sich eine Auszeit nehmen.

Gehen Sie bei uns auf Erlebnistour, um Garten- und Gestaltungsideen für Ihr persönliches Spielfeld zu entdecken.

Ihr Brockmeyer-Team

Monats-Archiv für April 2008

Veredelte Tomaten bringen reichere Ernte

Wildtomaten-Basis macht die Pflanzen robuster

TomateWer einmal einen Salat oder eine Pastasauce mit Tomaten aus dem eigenen Garten zubereitet hat, weiß: Sonnengereift und frisch vom Strauch schmecken die roten Früchte viel besser als aus dem Supermarkt. Trotzdem scheuen viele Hobbygärtner vor einem eigenen Tomatenbeet zurück. Zu aufwändig, zu empfindlich, zu wenig Ertrag – so lauten die Vorurteile. Mit einem bewährten Trick aus dem Gärtnerhandwerk wird die Tomatenzucht aber deutlich erleichtert.

Veredelung heißt der Kniff, der Tomatenpflanzen deutlich robuster macht und reichere Ernte verspricht. Bei Obstbäumen wird diese Technik seit Jahrhunderten angewendet, bei der der Trieb einer Sorte auf eine andere Pflanze transplantiert wird. Dieses Verfahren wird seit einiger Zeit auch bei Gemüse genutzt.

Bei veredelten Tomaten dient meist eine Wildtomate als Unterlage. Diese steigert die Wuchsfreudigkeit und macht die Pflanze unempfindlicher gegen Kälte und Pilzkrankheiten. Der Ertrag einer veredelten Tomate fällt deutlich reicher aus als bei nicht veredelten Sorten, so dass der höhere Preis mehr als ausgeglichen wird. Auf der Grundlage der Wildtomate bieten die veredelten Gewächse ein riesiges Sortenspektrum, in dem jeder Hobbygärtner seine Favoriten in Sachen Form, Farbe und Geschmack finden wird.

Ähnlich robust wie die veredelten Gewächse ist eine Reihe von historischen Tomatensorten, die jetzt wiederentdeckt werden. Unter so ausgefallenen Namen wie Weißes Zebra und Schwarze Pflaume leckere Alternativen zur Supermarkt-Tomate.

Ob veredelt oder historisch, für alle Tomatensorten gilt: Sie brauchen viel Sonne und mögen es nicht zu feucht. Der beste Standort für Tomatensträucher ist deshalb vor der Südwand eines Hauses. Dort bekommen sie am meisten Licht, das Mauerwerk reflektiert die Wärme zusätzlich. Außerdem schützt der Dachvorsprung die Pflanzen vor zu viel Regen.

Wer jetzt Tomaten pflanzen möchte, sollte allerdings noch ein paar Tage warten. Erst wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, gehören die Pflanzen in den Garten. Damit sich die Tomaten schnell einleben,  empfiehlt sich spezieller Tomatendünger. Anderer, stark stickstoffhaltiger Dünger macht sich auf dem Esstisch bemerkbar. So gedüngten Früchten fehlt es an Aroma – und gerade ihr intensiver Geschmack macht Tomaten aus dem eigenen Garten doch so attraktiv.


Im aktiven Boden gedeihen die Pflanzen am besten

Bodenanalyse hilft bei der Auswahl der richtigen Mittel

Gesunde Pflanzen brauchen einen aktiven BodenDamit der Garten gedeiht, muss die Grundlage stimmen – ein  Boden, der die richtige Menge an Nährstoffen und Wasser liefert, ist Grundvoraussetzung für das optimale Wachstum von Rasen, Sträuchern und Blühpflanzen. Ein paar Hilfsmittel und eine Bodenanalyse sorgen dafür, dass Erde und Pflanzen optimal zusammenpassen.

Gerade in älteren Gärten kann der Boden Nährstoffe und Wasser oft nicht mehr ausreichend speichern. Den Garten komplett umzugraben ist meist nicht das richtige Mittel, denn so werden die unteren Erdschichten nach oben befördert und das Gleichgewicht in der Erde auf den Kopf gestellt. Stattdessen empfiehlt sich der Einsatz eines Bodenaktivators. Solche Präparate, die zum Beispiel Gesteinsmehl und Algenkalk enthalten, werden einfach wie Dünger auf der Oberfläche verteilt.

Im Boden regt der Aktivator die Humusbildung an, fördert das Wachstum von nützlichen Lebewesen wie Regenwürmern und sorgt für eine bessere Wasser- und Nährstoffversorgung. Ein Aktivator hilft dabei sowohl sandigen als auch schweren Böden auf die Sprünge. Die Effekte machen sich einigen Wochen bemerkbar: Rasenflächen werden dichter, Sträucher wachsen kräftiger, Sommerblumen blühen üppiger.

Am meisten profitiert ein Nutzgarten von dieser aktivierenden Gabe, denn Gemüsepflanzen entziehen dem Boden besonders viele Nährstoffe. Vor allem Knollengewächse wie Kartoffeln und Rettich, aber auch Tomaten sind sehr hungrige Gemüsesorten. Im Nutzgarten empfiehlt sich der Einsatz eines Bodenaktivators deshalb einmal im Jahr, entweder im Herbst nach der Ernte oder im Frühjahr, bevor die Pflanzen austreiben.

Bei Moorbeetpflanzen sollte auf Bodenaktivator verzichtet werden, denn Rhododendren, Azaleen, Erika und Heidelbeeren brauchen saure Böden. Solche Pflanzen werden am besten in spezielle Rhododendron-Erde gesetzt, aber auch mit Torf kann der Boden angesäuert werden. Auch Rosen freuen sich über einen besonderen Boden. Rosenerde liefert der Königin der Blumen die beste Nährstoff- und Wasserversorgung.

Wer genau wissen möchte, in was für einer Erde seine Pflanzen wurzeln, kann im Fachhandel seinen Boden testen lassen. Dazu braucht es eine gute Handvoll Erde aus etwa zehn Zentimetern Tiefe. Anhand dieser Probe können Säurewert, Nährstoffgehalt und Wasserspeicherfähigkeit gemessen werden. Anhand dieser Daten lässt sich zuverlässig planen, welche Zusatzstoffe der Boden benötigt und welche Pflanzen am besten gedeihen.