Buchsbaum ist die ideale Pflanze für fast alle Gärten: Er wächst auf so gut wie jedem Boden. Er gedeiht an sonnigen Plätzen, aber auch im Schatten. Sowohl in Hecken als auch als Solitärpflanze macht er eine gute Figur. Die immergrünen Blätter liefern im Winter einen Farbakzent. Und Buchsbaum lässt viel Spielraum für Kreativität, denn er eignet sich ideal für Formschnitte. Für einen solchen Schnitt ist jetzt genau die richtige Zeit.
00Bereits die alten Römer züchteten Buchsbaumhecken in ihren Gärten. Nicht nur wegen des schönen Blattwerks: Seit Jahrhunderten wird Buchsbaum als Beeteinfassung verwendet, denn die niedrigen, dichten Sträucher schützen die Beetpflanzen vor kalten Bodenwinden. Ins Reich der Legenden gehört allerdings, dass Buchsbaum Schnecken fernhält. Die Weichtiere meiden zwar die Sträucher selbst, von den benachbarten Pflanzen kann sie aber auch der beste Buchsbaum nicht verscheuchen.
Das wichtigste Werkzeug für den Buchsbaumschnitt ist eine scharfe Schere. Um die Sträucher aber wirklich exakt in Form zu schneiden, braucht es noch ein paar Hilfsmittel, denn pures Augenmaß reicht meist nicht. Draht oder Schnur dienen als Orientierungslinie, um eine Hecke gerade zu schneiden. Bei geometrischen Formen helfen Schablonen: Kugeln er
reicht man am leichtesten mit einem halbkreisförmigen Bogen aus Karton. Bei einer Pyramidenform helfen Stäbe, die wie Zeltstangen über die Pflanze gestellt werden. Für komplexe Figuren wie Tiersilhouetten gibt es fertige Gerüste aus Draht, in die der Buchsbaum hineinwächst.
Buchsbaum sollte an einem wolkigen Tag geschnitten werden – so bekommen die frisch freigelegten Blätter keinen Sonnenbrand. Damit die Pflanze schön dicht wird, ist regelmäßiges Nacharbeiten wichtig. Ein zweiter jährlicher Schnitt im Spätsommer ist deshalb angebracht.
Der Spätsommer ist auch die Zeit, um Buchsbaum zu vermehren. Dazu einfach ein paar Zweige abtrennen, davon die unteren Blätter entfernen und in die Erde stecken. Im nächsten Frühjahr haben die Stecklinge Wurzeln geschlagen. Damit sich die jungen Pflanzen gut entwickeln, sollte bereits in den ersten Jahren die Schere angesetzt werden. Jährliches Schneiden der Spitzen fördert die Verzweigung des Strauches, der Buchsbaum wird dichter – und das ist Voraussetzung für einen späteren gelungenen Formschnitt.


