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Monats-Archiv für Mai 2008

Grüne Skulpturen

Formschnitte für Buchsbaum

Buchsbaum ist die ideale Pflanze für fast alle Gärten: Er wächst auf so gut wie jedem Boden. Er gedeiht an sonnigen Plätzen, aber auch im Schatten. Sowohl in Hecken als auch als Solitärpflanze macht er eine gute Figur. Die immergrünen Blätter liefern im Winter einen Farbakzent. Und Buchsbaum lässt viel Spielraum für Kreativität, denn er eignet sich ideal für Formschnitte. Für einen solchen Schnitt ist jetzt genau die richtige Zeit.

Buxus - Kugel00Bereits die alten Römer züchteten Buchsbaumhecken in ihren Gärten.  Nicht nur wegen des schönen Blattwerks: Seit Jahrhunderten wird Buchsbaum als Beeteinfassung verwendet, denn die niedrigen, dichten Sträucher schützen die Beetpflanzen vor kalten Bodenwinden. Ins Reich der Legenden gehört allerdings, dass Buchsbaum Schnecken fernhält. Die Weichtiere meiden zwar die Sträucher selbst, von den benachbarten Pflanzen kann sie aber auch der beste Buchsbaum nicht verscheuchen.

Das wichtigste Werkzeug für den Buchsbaumschnitt ist eine scharfe Schere. Um die Sträucher aber wirklich exakt in Form zu schneiden, braucht es noch ein paar Hilfsmittel, denn pures Augenmaß reicht meist nicht. Draht oder Schnur dienen als Orientierungslinie, um eine Hecke gerade zu schneiden. Bei geometrischen Formen helfen Schablonen: Kugeln erBuxus - Flächereicht man am leichtesten mit einem halbkreisförmigen Bogen aus Karton. Bei einer Pyramidenform helfen Stäbe, die wie Zeltstangen über die Pflanze gestellt werden. Für komplexe Figuren wie Tiersilhouetten gibt es fertige Gerüste aus Draht, in die der Buchsbaum hineinwächst.

Buchsbaum sollte an einem wolkigen Tag geschnitten werden – so bekommen die frisch freigelegten Blätter keinen Sonnenbrand. Damit die Pflanze schön dicht wird, ist regelmäßiges Nacharbeiten wichtig. Ein zweiter jährlicher Schnitt im Spätsommer ist deshalb angebracht.

Der Spätsommer ist auch die Zeit, um Buchsbaum zu vermehren. Dazu einfach ein paar Zweige abtrennen, davon die unteren Blätter entfernen und in die Erde stecken. Im nächsten Frühjahr haben die Stecklinge Wurzeln geschlagen. Damit sich die jungen Pflanzen gut entwickeln, sollte bereits in den ersten Jahren die Schere angesetzt werden. Jährliches Schneiden der Spitzen fördert die Verzweigung des Strauches, der Buchsbaum wird dichter – und das ist Voraussetzung für einen späteren gelungenen Formschnitt.


Die Launen der Natur

Grüner Spargel in einer ungewöhnlichen Form

Immer wieder kommt es vor, dass die Natur sich nicht an die vererbten Formen ihrer Blüten, Blätter und Früchte hält. Bei der Suche nach neuen Pflanzensorten und Wuchsformen, nutzen Gärtner diese Pflanzenmutationen, um die Pflanzenvielfalt in unseren Gärten zu erhöhen. Durch weitere Veredelungen können die Gärtner diesen Pflanzen noch bessere Eigenschaften aneignen.Pflanzenmutation

Doch häufig sind diese Mutationen nicht von Dauer, d. H., dass die veränderten Blätter, Blüten oder Früchte nur einmalig ein ganz anderes Aussehen hat, und diese Veränderung sich mit dem nächsten Trieb oder Fruchtbildung wieder normalisiert.

Bei Kamelien kann es immer wieder dazu kommen, dass einzelne Blätter eine Panaschierung aufweisen. Dieser Zustand konnte allerdings nicht dauerhaft festgehalten werden, sondern bezog sich nur auf einzelne Blätter.

PflanzenmutationEin sehr kurioses Beispiel präsentierte uns in diesem Monat eine Kundin aus Halle/Westfalen. Beim Spargel stechen im eigenen Garten traute sie ihren eigenen Augen nicht, welch umfangreiche Mahlzeit ihr die Natur in Form einer einzigen grünen Spargelstange präsentierte (siehe Bilder). Ganze 7 cm in der Breite und die gewohnten 1,5 – 2,0 cm in der Dicke wies dieses Prachtexemplar auf. Es ist aber auch bei dieser Mutation damit zu rechnen, dass es sich um ein einmaliges Phänomen handeln wird.

Auf das dieser Spargel eine ganze Familie satt bekommt und der Geschmack unter der Veränderung nicht gelitten hat, wünschen wir unserer Kundin viel Spaß und guten Appetit.