Blütenpracht für die Sommermonate
In den Staudenbeeten beginnt jetzt die Hochsaison. Im Juni entfalten viele Staudengewächse ihre Blüten und erfreuen mit einem Farbenfeuerwerk, das den gesamten Juli und August über anhält. Diese bunte Mischung aus allen Regenbogenfarben sorgt für die richtige Sommerstimmung im Garten.
Eine der beliebtesten Stauden ist der Phlox. Seine dicht mit Blüten besetzten Triebe verbreiten so viel sommerliche Farbenpracht, dass der Schriftsteller und Staudenzüchter Karl Foerster schrieb: „Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer.” In Farbtönen von zartrosa über rot und violett bis tiefblau blühen diese bis zu einem Meter hohen Gewächse. Ähnliche Ausmaße besitzt der Rittersporn, den es nicht nur als klassische Sorte mit blauen Blüten gibt, sondern auch als weiße und rosafarbene Varianten. Damit erfreut der Rittersporn sogar zwei Mal im Jahr: Wird er nach der ersten Blüte zurückgeschnitten, blüht er im späten Sommer noch ein weiteres Mal.
Besonders eindrucksvolle, hoch aufragende Rispen mit unzähligen weißen oder rosafarbenen Blüten besitzt die Prachtscharte. Prachtscharten eignen sich nicht nur als langlebige Schnittblumen. Sie ziehen auch viele Hummeln und Schmetterlinge an und sorgen so für Leben im Garten. Der Blutweiderich ist bei den geflügelten Insekten ähnlich beliebt. Er ist zudem besonders vielseitig: Sowohl auf trockenen wie auch feuchten Böden fühlt er sich zu Hause und ist sogar als Teichuferpflanze geeignet. In der Nähe von Gewässern sind auch die leuchtend roten Lobelien richtig aufgehoben. Für zitronengelbe Farbakzente sorgt das Mädchenauge, dessen Triebe etwas filigraner ausfallen.
Für alle diese Stauden gilt: Sie sind relativ groß und besitzen viele Blätter, über die viel Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb brauchen sie einen lockeren, humosen Boden, der das Wasser gut speichern kann, damit immer genug Nachschub vorhanden ist. Wer Stauden in Sandboden setzen will, sollte also das Erdreich vorher mit gut abgelagertem Kompost oder spezieller Staudenerde aufbereiten.
Was Stauden über ihre Farbenpracht hinaus so attraktiv macht, ist ihre leichte Vermehrung. Die meisten Arten können einfach geteilt werden. Das freut nicht nur Freunde, wenn sie mit den Tochterpflanzen beschenkt werden, sondern auch die Pflanzen selbst. Stauden brauchen eine alle paar Jahre solche Verjüngungskur, um gesund zu bleiben. Dazu wird die Staude vorsichtig aus der Erde genommen und dann mit dem Spaten zerteilt. Die Tochterpflanzen dürfen nicht zu klein sein und müssen so schnell wie möglich wieder eingepflanzt werden. Der beste Zeitpunkt für das Teilen ist im Frühjahr kurz nach der Blattentfaltung und im Herbst nach dem Zurückschneiden. So behalten die Stauden über Jahre ihre sommerliche Farbenpracht.
