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Monats-Archiv für Juli 2008

Der Sommer blüht auf

Farbenfeuerwerk im Garten

Hibiscus syriacus - RoseneibischIm Hochsommer läuft der Garten zur Hochform auf. In den Beeten entfalten jetzt eine Vielzahl von Pflanzen ihre Blüten. Große und kleine Sträucher, Stauden und andere Blühpflanzen zeigen, was sie haben. Mit ein bisschen Geschick bei der Pflanzenauswahl hält diese Farbenpracht bis in den Herbst hinein an.

Besonders eindrucksvoll präsentiert sich jetzt der Sommerflieder: Dicht an dicht sitzen seine Blüten an den langen, überhangenden Zweigen. Bis zu 20 Zentimeter lang können diese Rispen werden, die bis in den Oktober hinein bunt leuchten. Das Farbspektrum beschränkt sich nicht nur auf Fliederfarben – es gibt eine Vielzahl von Schattierungen von dunklem Lila über Hellblau, Pink und Rosa bis zu Weiß. Und der Sommerflieder bringt noch weitere Farbtupfer in den Garten: Seine Blüten sind eine beliebte Nahrungsquelle für Schmetterlinge. Die bunten Falter lieben den Flieder so sehr, dass dieser den Beinamen Schmetterlingsstrauch bekommen hat.

Ähnlich dicht mit Blüten besetzt ist der Spierstrauch. Für Blütenpracht im Hoch- und Spätsommer eignet sich die Sorte Anthony Waterer am besten. Seine rubinroten Blüten bleiben bis in den September geöffnet. Der Kleinstrauch eignet sich sowohl als Solitärgewächs wie auch für Hecken.

Auch Ball- und Rispenhortensien blühen sehr ausdauernd. Erstere wirken mit ihren kugelrunden, reinweißen Blütenständen sehr dekorativ und edel. Die weiß blühenden Sorten der Rispenhortensie bieten im Herbst ein besonderes Farbenschauspiel: Wenn sie verblühen, verfärben sich von weiß nach rosarot. Einige Sorten der Rispenhortensie blühen sogar in Grüntönen. Ein solches Ton-in-Ton-Farbspiel wirkt nicht nur für sich allein, sondern ermöglicht auch attraktive Kombinationsmöglichkeiten mit andern Pflanzen.

Abwechslungsreiche Farben liefern auch Beeren tragende Gewächse. Zum Beispiel das Johanniskraut, das im Sommer leuchtend gelb blüht und nach der Blüte tiefrote Beeren hervorbringt. Beim Liebesperlenstrauch verwandeln sich die zartrosafarbenen Blüten in violette Früchte.

Ein anderer Sommerblüher ist sogar zu einem nationalen Symbol geworden: Der Hibiskus ist die offizielle Blume von Hawaii. In heimischen Gärten begeistert er in dieser Jahreszeit als Roseneibisch mit eindrucksvollen Blüten, die bis zu 20 Zentimeter breit werden können. Sie leuchten blau, weiß, rot oder rosa – so bunt wie ein Hawaii-Hemd.


Vielfalt der Dahlien

Blumen-Klassiker bietet Riesen-Auswahl an Farben und Formen

  DahlienDahlien sind echte Schmuckstücke im Garten. Von Mai bis Oktober sorgen sie mit leuchtend bunten und großen Blüten für eindrucksvolle Farbtupfer in Beeten und Balkonkästen. Die beeindruckende Vielfalt – Züchter unterscheiden mehrere tausend Sorten – bietet reichhaltige Auswahl für die unterschiedlichsten Geschmäcker.

Grundsätzlich gliedern sich die Dahlien in Stecklings- und Knollenpflanzen. Stecklingsdahlien sind einjährige Gewächse. Wer also Abwechslung schätzt und in jeder Gartensaison neue Farben und Formen ausprobieren möchte, sollte zu Stecklingen greifen. Für Hobbygärtner, die sich über mehrere Jahre an denselben Pflanzen erfreuen möchten, bieten sich Knollendahlien an. Die machen allerdings im Herbst etwas Arbeit, da sie nicht im Boden überwintern können.

Was beide Arten von Dahlien gemeinsam haben, ist die Pracht ihrer Blüten, die fast die ganze Wachstumsperiode über anhält. Von gelb über orange und rosafarben bis zu kräftig rot reicht das Farbspektrum. Es gibt auch Züchtungen mit zweifarbigen Blüten, die rot mit weiß oder rot mit gelb kombinieren.

Die Blüten von Knollendahlien sind mit bis zu 20 Zentimetern Durchmesser ein echter Blickfang. Am anderen Ende der Größenskala stehen die Micronetta-Züchtungen, deren Blüten nur so groß wie eine Ein-Euro-Münze sind. Die Blüten von Stecklingsdahlien messen normalerweise sechs bis sieben Zentimeter im Durchmesser. Eine neue Sorte, die immer mehr Freunde findet, ist die Gallery-Dahlie. Auf deren dunkelgrünem, fast schwarz wirkendem Laub kommen die bunten Blüten besonders intensiv zur Geltung.

Dahlien lieben einen sonnigen Standort und einen leichten, sandigen Boden. Wasser brauchen sie nur sparsam, aber sie sind für regelmäßige Düngung dankbar. Am besten eignet sich Flüssigdünger, der einmal wöchentlich gegeben werden sollte. Gegen Krankheiten und Schädlinge sind Dahlien recht widerstandsfähig. Nur Läuse machen ihnen zu schaffen. Bei Befall hilft ein biologisches Spritzmittel auf Rapsölbasis.

Wer Knollendahlien angepflanzt hat, muss diese ab dem ersten Nachtfrost im Herbst aus der Erde nehmen. Danach die Pflanzen säubern und gut trocknen, damit sie während ihres Winterschlafs nicht faulen. Um die Knollen vor Licht zu schützen, sollten sie in Zeitungspapier eingewickelt werden. Dann können die Knollen im Keller überwintert werden. Wichtig ist ein luftiger Ort, damit sich keine Fäulnis bilden kann.

Zum Abschluss ein Tipp für Gartenfreunde, die ein besonders gelungenes Pflanzenarrangement im darauf folgenden Frühjahr wieder aufleben lassen wollen: Um die Dahlien identifizieren zu können, sind an den Pflanzen befestigte Schilder nützlich, auf denen Stichworte wie Blütenfarbe und Wuchshöhe gesammelt sind. Das erleichtert das richtige Auspflanzen deutlich.