Dichte Zwiebelblumen-Beete mit der Schichtmethode
Sie sind die schönsten Boten des Frühlings: Frühblüher wie Narzissen, Tulpen oder Hyazinthen sorgen nach dem dunklen Winter für die lang ersehnten Farbtupfer. Mit dem Einpflanzen der Blumenzwiebeln im Spätsommer und Herbst legen Hobbygärtner die Grundlagen für die nächste Gartensaison. Dabei gilt es, einige Tipps zu beachten.
Zwiebelpflanzen gedeihen besonders gut, wenn sie gute, lockere Erde haben und vor starken Winden geschützt sind. Die meisten dieser Gewächse bevorzugen eine sonnige Lage, es gibt jedoch auch solche, die sich im Halbschatten wohl fühlen. Dazu gehören Hundszahn, Schneeglöckchen, Hasenglöckchen, Märzbecher, Blausternchen und die zierliche Schachbrettblume.
Wichtig ist die richtige Bodenaufbereitung vor dem Einpflanzen: Die Erde sollte umgegraben und von Unkraut und Steinen befreit werden, dann Torf oder gut verrotteten Gartenkompost untermischen. Jetzt kann gepflanzt werden. Faustregel für die optimale Pflanztiefe: Das Loch muss doppelt so tief sein wie der Durchmesser der Blumenzwiebel. Die Zwiebeln werden mit der Spitze nach oben eingesetzt und anschließend mit der ausgehobenen Erde bedeckt. Diese Arbeit geht mit speziellen Zwiebelpflanzern aus dem Fachmarkt deutlich leichter von der Hand.
Wer Narzissen oder andere Zwiebelblumen in den Rasen pflanzen möchte, sollte sie nicht einzeln verteilen. Es wirkt natürlicher, wenn sie in Gruppen wachsen, bei Narzissen zum Beispiel als Trupp von zehn bis 15 Zwiebeln. Dies erleichtert auch die Pflege des Rasens, denn man kann später gut um die Pflanzstelle herum mähen.
Eine tolle Möglichkeit, möglichst viele Frühblüher auf kleiner Fläche unterzubringen und deren Blütezeit zu verlängern, bietet die Schichtmethode. Dazu werden die Blumenzwiebeln versetzt und unterschiedlich tief eingepflanzt. Große Blumenzwiebeln wie die der Narzissen kommen in die unterste Schicht und werden mit Erde bedeckt. Darüber werden kleinere und früher blühende Zwiebeln wie Krokusse oder Schneeglöckchen verteilt. Anschließend alles mit Erde bedecken und gut angießen. Diese Methode eignet sich für Beete genauso gut wie für Pflanzgefäße.
Weil Blumenzwiebeln und Knollen keine Staunässe vertragen und in nassem Boden schnell faulen, ist bei der Standortwahl ein guter Wasserabfluss wichtig. Wenn der Gartenboden zu schwer ist, kann er wasserdurchlässiger gemacht werden, indem man groben Sand untermischt. Außerdem zu beachten: Die Blumenzwiebeln müssen möglichst rasch nach dem Kauf eingepflanzt werden. Wer sich damit etwas mehr Zeit lassen möchte, sollte sie an einem trockenen, gut belüfteten und dunklen Platz lagern.

