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Monats-Archiv für September 2008

Gepflegte Pflanzen tragen mehr Früchte

So kommen Obstbäume und -sträucher in Form

Auch der echte Wein muss jedes Jahr geschnitten werden

Auch der echte Wein muss jedes Jahr geschnitten werden

Jetzt im Herbst, wenn die Natur zur Ruhe kommt, ist die richtige Zeit, um Bäume und Sträucher zurechtzuschneiden. Vor allem Obstgewächse sollten regelmäßig gestutzt werden. Denn nur wenn der Gärtner die Schere richtig ansetzt, liefern Apfelbaum und Himbeerstrauch eine reiche Ernte.

 

Das Ende der Wachstumsperiode ist der optimale Zeitpunkt für den Pflegeschnitt, denn ohne Laub erkennt man am besten, wo man eingreifen sollte, und die Pflanze leidet weniger unter den unvermeidlichen Verletzungen. Aber Vorsicht: Nicht erst im tiefen Winter die Schere ansetzen. Wenn es kälter als minus fünf Grad ist, wird das Holz brüchig und verheilt schlecht.

Bei Obstbäumen kommt es darauf an, die Krone möglichst licht zu ge­stalten, damit die Sonne möglichst viele Äste erreicht. Eine alte Gärtnerweisheit sagt: Man soll einen Hut hindurch werfen können. Deshalb mutig loslegen. Ein korrekt geschnittener Baum mag ziemlich gerupft aussehen, aber er wird besonders große Ernte einbringen, denn die meisten Früchte wachsen an jungem Holz. Herausschneiden sollte man Zweige, die senkrecht nach oben, nach innen oder parallel zu den Hauptästen wachsen. Stehenbleiben können Triebe, die nach außen zeigen. So kann sich die Baumkrone in die Breite entwickeln.

Der optimale Schnittzeitpunkt für Beerensträucher ist unmittelbar nach der Ernte. Bei Johannis- und Stachelbeere gelten ähnliche Regeln wie bei Obstbäumen: Die Zweige kräftig kürzen, etwa auf ein Drittel der ursprünglichen Länge. Die Triebe, die stehen bleiben, sollten möglichst weit auseinander liegen, damit der Strauch nicht zu buschig wird. Bei Himbeeren können alle Triebe, die Früchte getragen haben, abgeschnitten werden. Die Rute – der Haupttrieb – sollte nicht gestutzt werden, denn daran wachsen im kommenden Jahr die neuen, Früchte tragenden Zweige.

Auch Weinreben werden nach der Erntezeit zurückgeschnitten. Die Seitentriebe kräftig stutzen, die Leittriebe bleiben stehen. Hobby-Weinbauern können auch bereits während der Reifezeit der Trauben die Blätter auslichten – aber nicht zu viele, sonst droht der Pflanze ein regelrechter Sonnenbrand.

Grundsätzlich gilt: Nur mit hochwertigem und vor allem scharfen Werkzeug erzielt man ein optimales Ergebnis. Die Schere sollte so gebaut sein, dass die Scherenblätter aneinander vorbei gleiten, damit das Holz an der Schnittstelle nicht gequetscht wird. Nach diesem Prinzip funktionieren zum Beispiel Rosenscheren. Sägen mit einem möglichst fein gezahnten Blatt sorgen für glatte Schnittränder. Für hohe Obstbäume empfiehlt sich eine Astschere mit langen Griffen. Und ein wenig Pflege braucht die Pflanze nach dem Schnitt: Größere Schnittstellen unbedingt mit einem Wundverschlussmittel versiegelt werden. Das verhindert das Eindringen von Krankheitserregern.


Jetzt den Rasen winterfest machen

Der richtige Dünger hilft über die kalte Jahreszeit

Herbstdüngung bringt gesunden Rasen für den W

Herbstdüngung bringt gesunden Rasen für den W

Die Gartensaison geht auf die Zielgerade. Aber vor der Winterpause steht noch einmal Arbeit an: Es wird Zeit, den Garten winterfest zu machen. Das bedeutet nicht nur, empfindliche Sträucher vor den ersten Nachtfrösten zu schützen, heruntergefallenes Laub zu entsorgen und Kübelpflanzen ins Haus zu holen. Auch der Rasen braucht ein wenig Unterstützung, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

 

 

Wie andere Pflanzen auch, hört Gras auf zu wachsen, wenn die Temperatur dauerhaft unter fünf Grad sinkt. Das heißt aber nicht, dass der Rasen in eine Winterstarre verfällt und bis zum nächsten Frühjahr keine Aufmerksamkeit mehr braucht. Damit der Rasen gesund durch den Winter kommt, braucht er jetzt eine gehörige Portion Nährstoffe, die ihm Kraft geben und vor Kälte und Nässe schützen.

Das richtige Futter vor dem Winter ist ein kaliumhaltiger Dünger. Kalium kräftigt die Zellstruktur der Halme und macht den Rasen unempfindlicher gegen Frost. Das beugt Krankheiten wie Schneeschimmel vor und schützt vor dem kräftezehrenden Winterwetter mit Kälte, Schnee und Tauwetter. Spezielle Rasendünger für den Herbst liefern ausreichend Kalium.

Der Stickstoffanteil ist in diesen Düngemischungen relativ gering, denn zu viel Stickstoff löst neues Pflanzenwachstum aus. Deshalb sollten im Herbst keine Düngemittel verwendet werden, die für Frühjahr und Sommer gedacht sind, denn diese enthalten normalerweise reichlich Stickstoff. Eine kleine Portion davon reicht aus, damit der Rasen genügend Nährstoffreserven für die Wintermonate anlegen kann. Weitere Zutaten in Herbstrasendünger sind Eisen und Magnesium. Diese Stoffe sorgen für ein intensiveres Grün, das auch im Herbst und Winter bestehen bleibt.

Vor der Herbstdüngung sollte der Rasen noch ein letztes Mal gemäht werden. Der beste Zeitpunkt ist dann, wenn abzusehen ist, dass der Rasen nicht mehr wächst, die Temperaturen also entsprechend niedrig sind – unbedingt aber noch vor dem ersten Frost, denn  gefrorene Halme werden beim Mähen nicht abgeschnitten, sondern abgebrochen. Die gleiche Gefahr droht übrigens während des gesamten Winters. Deshalb den Rasen in Frostperioden schonen und möglichst wenig betreten. Dann übersteht er auch strenge Winter – und gedeiht im kommenden Frühjahr wieder prächtig.