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Monats-Archiv für Oktober 2008

Der Wintermantel für den Garten

Pflanzen in Kübel und Beet vor Kälte schützen

Wenn Schal und Wintermantel wieder zur alltäglichen Garderobe gehören, wird es Zeit, auch die Pflanzen im eigenen Garten warm zu verpacken. Vor allem Kübelpflanzen brauchen einen Kälteschutz. Aber auch viele Gewächse im Beet kommen mit der richtigen Verpackung besser über den Winter.

Im Pflanzkübel brauchen auch winterharte Gewächsen einen Kälteschutz, um Frostperioden gesund zu überstehen. Denn wenn die Erde im Gefäß durchfriert, können die Pflanzen kein Wasser mehr aufnehmen und vertrocknen. Deshalb sollte der Kübel mit einer schützenden Hülle versehen werden. Im Fachhandel gibt es dafür spezielles Wintervlies oder Filzmatten. Wer eine preiswerte Lösung sucht, kann Luftpolsterfolie verwenden. Optisch ansprechender sind Stoffbahnen aus Jute. Diese gibt es seit kurzem auch mit winterlicher Deko. Eiskristalle, Schneemänner, Rentiere und Nikoläuse machen so aus dem notwendigen Überzug einen attraktiven Blickfang.

Auch Pflanzen im Beet brauchen unter Umständen einen Winterschutz, vor allem, wenn sie erst vor kurzem gepflanzt wurden und noch nicht tief in der Erde verwurzelt sind. Manche Sträucher wie Rhododendren entwickeln grundsätzlich nur flache Wurzeln. Wenn die oberen Erdschichten durchfrieren, droht ihnen das gleiche Schicksal wie Kübelpflanzen. Auch das Wurzelwerk von Rosen und Kamelien sollte vor Frost geschützt werden. Als Isoliermaterial eignen sich Rindenmulch oder Scheiben aus Kokosfasern, die um die Sträucher herum auf der Erde verteilt werden.

Der richtige Zeitpunkt, um Kübel- oder Beetpflanzen einen Wintermantel anzulegen, ist die Zeit der ersten Nachtfröste. Mindestens bis zum März sollte der Kälteschutz am Kübel und auf der Erde bleiben. Empfindlicher sind viele Pflanz aus wärmeren Regionen, zum Beispiel Palmen. Spätestens wenn die Temperatur unter fünf Grad sinkt, sind mediterrane Kübelpflanzen im Haus am besten aufgehoben. Der Standort für die Winterpause sollte kühl, aber frostfrei und hell sein. Ideal ist ein Kellerraum mit einem großen Lichtschacht, ein Dachboden mit Fenster oder ein ungeheiztes Treppenhaus.

Stehen nicht winterharte Pflanzen im Beet, sollten die Gewächse selbst mit einer wärmenden Hülle umwickelt werden. Dafür eignen sich die gleichen Materialien wie für Pflanzkübel. Aber Achtung: Bei immergrünen Gewächsen muss der Schutz lichtdurchlässig sein. An frostfreien Tagen sollte dieser geöffnet werden, damit die Pflanze frische Luft tanken kann.

Zum Schluss noch ein Trost für Hobbygärtner, die vom ersten Nachtfrost überrascht worden sind: Die meisten Pflanzen nehmen geringe Minusgrade nicht sofort übel. Also einfach den richtigen Winterschutz nachholen und in Ruhe auf das kommende Frühjahr warten.


Dezenter Farbschmuck in Herbst und Winter

Grabstätte feierlich und pflegeleicht bepflanzen

Beerenschmuck für das winterliche Grab

Beerenschmuck für das winterliche Grab

Die stillen Gedenktage stehen vor der Tür. An Allerheiligen, Buß- und Bettag, Volkstrauertag und Totensonntag wird traditionell den verstorbenen Verwandten gedacht – für viele Angehörige der Zeitpunkt, das Grab mit frischen Pflanzen zu schmücken.

Die Grabbepflanzung soll zum einen feierlich wirken, zum anderen möglichst pflegeleicht sein – damit der Grabschmuck möglichst lange Würde ausstrahlt. Das lässt sich am besten mit immergrünen Gewächsen verwirklichen. Um ein stimmungsvolles Ambiente zu erzielen, empfiehlt es sich, das Grün durch blühende oder Früchte tragende Pflanzen aufzulockern.

Als Grundbepflanzung für eine Grabstätte bieten sich vor allem Nadelgehölze an, zum Beispiel Zypressen und Lebensbäume. Diese bieten das ganze Jahr über eine ansprechende Optik. Praktisch sind langsam wachsende Sorten, da mit diesen bereits bei der Erstbepflanzung ein stimmiges Gesamtbild möglich ist, dass über längere Zeit gleich bleibt, ohne viel Zeit in Schnitt und Pflege investieren zu müssen.

Wer jetzt im Herbst nach einem bunten Akzent für eine Grabstätte sucht, wird bei der Torfmyrte fündig. Dieser immergrüne Strauch zieht jetzt durch seinen Beerenschmuck die Blicke auf sich. Die Beeren, die bis in den Winter hinein an den Zweigen bleiben, leuchten je nach Sorte in weiß, rosa oder rot. Da die Torfmyrte relativ niedrig bleibt und stattdessen in die Breite wächst, eignet sie sich ideal als Grabbepflanzung. Der Strauch kommt mit den unterschiedlichsten Böden und Lichtverhältnissen zurecht und ist somit für fast jeden Standort geeignet.

Weitere Akzente in den Herbstmonaten setzt die Besenheide. Mit ihren rosa- bis purpurfarbenen Blüten bietet sie einen dezenten Farbschmuck. Wenn die Besenheide verblüht ist, kann sie durch Winterheide ersetzt werden. Diese schmückt das Beet auch im tiefen Winter, denn ihre Blüten öffnet sie von Januar bis April. Neben der klassischen weiß blühenden Winterheide gibt es auch Züchtungen mit roten oder rosafarbenen Blüten.

Die optimale Ergänzung dazu sind Skimmia-Gewächse. Diese immergrünen Sträucher, die es in unterschiedlichen Größen gibt, setzen mit ihren großen, glänzenden Blättern einen Kontrapunkt zu fein gegliederten Pflanzen wie Heide und Torfmyrte. Auch Skimmien bieten einen winterlichen Farbakzent: In der kalten Jahreszeit zeigen sie rot leuchtende Knospen, aus denen sich im Frühjahr weiße Blüten entwickeln.

Wer sich solche Kombinationsmöglichkeiten nicht selbst zutraut, kann auf fertig bepflanzte Schalen aus dem Fachhandel zurückgreifen. Diese bieten nicht nur eine gelungene Zusammenstellung passender Pflanzen. Sie lassen sich auch problemlos durch ein neues Arrangement ersetzen, um zum Beispiel das Grab zu jeder Jahreszeit mit blühenden Pflanzen zu schmücken.