Pflanzen in Kübel und Beet vor Kälte schützen
Wenn Schal und Wintermantel wieder zur alltäglichen Garderobe gehören, wird es Zeit, auch die Pflanzen im eigenen Garten warm zu verpacken. Vor allem Kübelpflanzen brauchen einen Kälteschutz. Aber auch viele Gewächse im Beet kommen mit der richtigen Verpackung besser über den Winter.
Im Pflanzkübel brauchen auch winterharte Gewächsen einen Kälteschutz, um Frostperioden gesund zu überstehen. Denn wenn die Erde im Gefäß durchfriert, können die Pflanzen kein Wasser mehr aufnehmen und vertrocknen. Deshalb sollte der Kübel mit einer schützenden Hülle versehen werden. Im Fachhandel gibt es dafür spezielles Wintervlies oder Filzmatten. Wer eine preiswerte Lösung sucht, kann Luftpolsterfolie verwenden. Optisch ansprechender sind Stoffbahnen aus Jute. Diese gibt es seit kurzem auch mit winterlicher Deko. Eiskristalle, Schneemänner, Rentiere und Nikoläuse machen so aus dem notwendigen Überzug einen attraktiven Blickfang.
Auch Pflanzen im Beet brauchen unter Umständen einen Winterschutz, vor allem, wenn sie erst vor kurzem gepflanzt wurden und noch nicht tief in der Erde verwurzelt sind. Manche Sträucher wie Rhododendren entwickeln grundsätzlich nur flache Wurzeln. Wenn die oberen Erdschichten durchfrieren, droht ihnen das gleiche Schicksal wie Kübelpflanzen. Auch das Wurzelwerk von Rosen und Kamelien sollte vor Frost geschützt werden. Als Isoliermaterial eignen sich Rindenmulch oder Scheiben aus Kokosfasern, die um die Sträucher herum auf der Erde verteilt werden.
Der richtige Zeitpunkt, um Kübel- oder Beetpflanzen einen Wintermantel anzulegen, ist die Zeit der ersten Nachtfröste. Mindestens bis zum März sollte der Kälteschutz am Kübel und auf der Erde bleiben. Empfindlicher sind viele Pflanz aus wärmeren Regionen, zum Beispiel Palmen. Spätestens wenn die Temperatur unter fünf Grad sinkt, sind mediterrane Kübelpflanzen im Haus am besten aufgehoben. Der Standort für die Winterpause sollte kühl, aber frostfrei und hell sein. Ideal ist ein Kellerraum mit einem großen Lichtschacht, ein Dachboden mit Fenster oder ein ungeheiztes Treppenhaus.
Stehen nicht winterharte Pflanzen im Beet, sollten die Gewächse selbst mit einer wärmenden Hülle umwickelt werden. Dafür eignen sich die gleichen Materialien wie für Pflanzkübel. Aber Achtung: Bei immergrünen Gewächsen muss der Schutz lichtdurchlässig sein. An frostfreien Tagen sollte dieser geöffnet werden, damit die Pflanze frische Luft tanken kann.
Zum Schluss noch ein Trost für Hobbygärtner, die vom ersten Nachtfrost überrascht worden sind: Die meisten Pflanzen nehmen geringe Minusgrade nicht sofort übel. Also einfach den richtigen Winterschutz nachholen und in Ruhe auf das kommende Frühjahr warten.

