Blütenpracht aus Blumenzwiebeln: die Amaryllis
Die ersten Frühlingsboten wachsen aus Zwiebeln. Im Garten entfalten Schneeglöckchen und Krokusse bald ihre Blüten. Aber auch auf der Fensterbank entwickeln sich aus Blumenzwiebeln farbenprächtige Blickfänge, die Pflanzenfreunde auf das Frühjahr einstimmen.
Besonders attraktiv ist die Amaryllis. Die Form ihrer großen Blüten erinnert an die Narzisse. Amaryllis-Blüten sind aber größer, verströmen einen angenehmen Duft und bieten eine besonders vielfältige Farbgebung. Jahrzehntelange Arbeit der Züchter hat zahlreiche Hybriden hervorgebracht, die in allen Tönen von dunkelrot über rosa bis weiß leuchten. Beliebt sind auch mehrfarbige Varianten. Es gibt Züchtungen mit gestreiften und gesprenkelten Blütenblättern und auch solche mit einem andersfarbigen Blütenrand.
Wer seine Amaryllis als Zwiebel kauft, sollte beim Einpflanzen darauf achten, die Knolle nur zu etwa zwei Drittel mit Erde zu bedecken. Als Standort empfiehlt sich ein kühler Raum, zum Beispiel das Treppenhaus. Bei Temperaturen von 15 bis 18 Grad entwickelt die Amaryllis gesunde, kräftige Triebe. Bei zu viel Wärme werden die Stängel lang und schwach. Genauso wichtig wie die richtige Temperatur ist die passende Menge Licht. Der Standort sollte so hell wie möglich sein, denn bei zu wenig Sonne streben die Pflanzen dem Licht entgegen und entwickeln lange Triebe, die blassgelb bleiben.
Wenn die Amaryllis ein solch passendes Zuhause hat, dankt sie es mit einer langen Blütezeit, die jetzt beginnt und bis in das späte Frühjahr anhalten kann. Solange die Blüten geöffnet sind, kann kräftig gegossen werden. Verzichten können Amaryllis-Besitzer auf Dünger – die meisten Zwiebelblumen kommen ganz ohne zusätzliche Nährstoffe aus, wenn sie in guter Erde wachsen.
Nach der Blüte sind die kräftigen Blätter und Triebe der Amaryllis immer noch ein attraktiver Fensterschmuck, der bis Ende August stehen bleiben kann. Danach sollte nicht mehr gegossen werden, damit die Blätter austrocknen – die Pflanze zieht dann ihre Kraft wieder zurück in die Zwiebel, wo sie für das nächste Jahr gespeichert wird.
Wenn alle Blätter vertrocknet sind, die Zwiebel aus der Erde nehmen, säubern und in Zeitungspapier einwickeln. Der beste Platz für die Erholungspause bis zum nächsten Frühjahr ist kühler und luftiger Ort, zum Beispiel unter einem Fenster im Keller. So übersteht die Amaryllis die kalte Jahreszeit und kann im nächsten Frühjahr wieder eingepflanzt werden. Wie? Siehe oben.
